Ihr Institut für Markt-
und Sozialforschung

Methoden

Wenn Sachverhalte aus dem Alltag systematisch beschrieben, erklärt oder bewertet werden sollen, müssen Daten nach wissenschaftlichen Standards erhoben werden. Damit ist sogleich die Zielsetzung empirischer Untersuchungen benannt worden: Exploration, Deskription und Evaluation.

Die Befragung hat sich als ein zuverlässiges und vielseitiges Instrument etabliert und ist die wichtigste und am häufigsten eingesetzte Erhebungsmethode der Markt- und Sozialforschung. Neben persönlichen (Face-to-Face) Befragungen, gibt es auch die Möglichkeit telefonischer, schriftlicher und Online-Interviews.

In der Sozialforschung wird grundsätzlich zwischen vollstandardisierten („quantitativen“) und teil- bzw. nichtstandardisierten („qualitativen“) Forschungsmethoden unterschieden. Beide haben ihre spezifischen Vorteile. Je nach Fragestellung der Studie empfiehlt sich der Gebrauch des einen oder anderen Vorgehens. Sehr erkenntnisreich ist der kombinierte Einsatz, in der Wissenschaft Triangulation genannt. Damit können die Stärken beider Vorgehen genutzt werden.

Quantitative Verfahren eignen sich zur Untersuchung großer Stichproben und ermöglichen die Anwendung statistischer Prüfverfahren. Sie werden deshalb für die Messung und Quantifizierung von Sachverhalten, zum Testen von Hypothesen und zur Überprüfung statistischer Zusammenhänge eingesetzt. In der quantitativen Sozialforschung wird großer Wert darauf gelegt, den Gütekriterien Objektivität (Unabhängigkeit), Reliabilität (Zuverlässigkeit) und Validität (Gültigkeit) Rechnung zu tragen. Dazu werden die Bedingungen der Befragung möglichst genau festgelegt. Die Erhebungsphänomene werden in operationalisierbare Einheiten zerlegt, um sie standardisiert erheben und statistisch auswerten zu können. Qualitative Forschung hat den Vorteil eines starken Subjekt- und Situationsbezugs. Vor allem, wenn neue Erkenntnisse und Eindrücke gesammelt werden sollen, bietet sich diese Art der Erhebung an. Kennzeichen qualitativer Sozialforschung ist demnach ein offenes Untersuchungsdesign bei kleiner Fallzahl. Besonderer Wert wird auf die Beachtung der Vielschichtigkeit der Perspektiven sowie die Reflexivität des Untersuchenden und der Untersuchten gelegt.